Gladys Aylward

M.A. Mijnders-van Woerden

Gladys Aylward

Die Frau mit dem Buch

Artikel-Nr.: 255689

gebunden, 352 Seiten

ISBN / EAN: 978-3-89397-689-8

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Produktbeschreibung

Mit großen Hoffnungen und Erwartungen steht eine junge Frau vor einem ehrenwerten Komitee und hört schließlich das schockierende Urteil: Wegen mangelnder Intelligenz als untauglich für die Mission befunden!
Doch Gladys Aylward lässt sich nicht entmutigen. Im Vertrauen auf Gott macht sie sich mit ihrem mühsam verdienten Geld auf den langen Weg nach China. Ihr Leben in diesem für sie unbekannten Land ist geprägt von Schwierigkeiten und Herausforderungen – aber auch voller Wunder und Führungen Gottes. Sie wird »die Frau mit dem Buch«, denn »das Buch« prägt ihr ganzes Leben – und sie wird eine Frau des Gebets! Weil sie ihren Gott liebt, liebt sie auch die Menschen, zu denen sie gesandt ist. Diese Motivation der Liebe macht sie gehorsam: Sie hat verstanden, dass sie für die Ausführung der Befehle ihres himmlischen Königs verantwortlich ist und er für die Folgen ...
Die tief bewegende Geschichte einer einfachen, unscheinbaren Frau, die »Glauben an einen großen Gott« hat und so »zu einer der bedeutendsten Gestalten der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts« wird.
 
Rezension in »Lesen, hören & sehen« Nr. 6/2009 (Beilage zu ideaSpektrum Nr. 42/2009):
Wenn vom Gastland der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt am Main – China – die Rede ist, werden sehr schnell Extreme genannt: der bevölkerungsreichste Staat der Welt. Oder: Der Staat, dessen bekanntester Herrscher – Mao – zur Durchsetzung seiner Macht mehr Bürger umgebracht hat als jeder Diktator zuvor: 70 Millionen. Die kommunistische Volksrepublik ist aber auch ein Land, in dem zurzeit weltweit die meisten Christen inhaftiert sind. Gleichzeitig aber geschieht hier auch die größte Erweckung. Gibt es Regionen, wo Christen große Freiheit haben, so andere, wo sie schnell große Probleme bekommen. Am wenigsten bekannt dürfte selbst unter Christen sein, dass in China eine der ungewöhnlichsten und vorbildlichsten Missionarinnen wirkte, die die Kirchengeschichte kennt: Gladys Aylward. Zu ihrem Leben: Sie ist in Edmonton (London) 1902 als Tochter eines Postboten geboren. Ihre Familie gehört zur Anglikanischen Kirche. Im Alter von 14 Jahren arbeitet sie als Hausmädchen. Mit 18 entscheidet sie sich für ein Leben als Christin. Sie ist schnell davon überzeugt, dass sie den Menschen in China das Evangelium bringen sollte, und bewirbt sich als Missionarin bei der China-Inland-Mission in deren Zentrale in London. Nach einer dreimonatigen Probephase 1930 wird sie abgewiesen, weil sie intellektuell nicht geeignet sei, ihrer Berufung zu folgen. Doch sie gibt nicht auf. In zwei Jahren spart sie das Geld, um sich die Reise nach Nordchina zu finanzieren. Die Fahrt verläuft 1932 durch den Krieg in der Mandschurei äußerst abenteuerlich. Sie kommt unter bei einer der ganz wenigen Missionarinnen in Nordchina. Beide betreiben in einer größeren Stadt eine Herberge für durchreisende Eselstreiber, denen sie abends von der christlichen Botschaft erzählen. Gladys Aylward wirkt so überzeugend, dass der Mandarin (eine Art Ministerpräsident) der Provinz sie zeitweilig in seine Dienste nimmt, damit sie dafür sorgt, dass die schrecklichen Verschnürungen der Füße kleiner Mädchen in China aufhören. Dadurch hat sie die Möglichkeit, in vielen Dörfern im Norden Chinas herumzureisen und evangelistisch zu wirken. Bei einer furchtbaren Auseinandersetzung im Gefängnis der Stadt schafft sie es, für Frieden zu sorgen. Ihr Ansehen ist derart groß, dass sich der mächtigste Mann im Norden Chinas – besagter Mandarin – schließlich aufgrund ihres sozialen und friedensstiftenden Wirkens entscheidet, Christ zu werden. Als 1937 der chinesisch-japanische Krieg beginnt, kümmert sich Gladys Aylward um Waisenkinder. 1940 flieht sie mit rund 100 von ihnen wochenlang zu Fuß über die Berge in den zunächst sicheren Süden und rettet ihnen damit das Leben. Danach erkrankt sie selbst schwer an Typhus. In den folgenden Jahren erlebt sie, wie zahllose Christen wegen ihres Glaubens von den Maoisten geköpft werden. 1949 kehrt sie nach England zurück. Sie wird zu vielen Vorträgen (auch in den USA) und Berichten eingeladen – selbst von der britischen Königin Elisabeth. 1957 reist sie erneut nach China – in den freien Teil: zuerst nach Hongkong, dann nach Taiwan. Dort baut sie in der Hauptstadt Taipeh ein Waisenhaus auf. 1970 stirbt sie dort.
 
»Die Frau, die uns lieb hat«
In China erhält sie den Namen »Ai-Weh-Töh« (die Frau, die uns lieb hat). Sie liebt Gott und die Menschen. Diese Liebe war ihr »Erfolgsgeheimnis«. Das Leben von Gladys Aylward widerspricht allen gängigen Theorien, was für Missionare nötig sei: eine ausgezeichnete Ausbildung, möglichst akademische Titel – begleitet von einer guten Versorgung, damit man sich auf seine Tätigkeit konzentrieren kann. Obwohl man Gladys Aylward für den Missionsdienst für zu dumm erachtet, geht sie hinaus – ohne ein Missionswerk und eine Gemeinde hinter sich zu haben, ohne im Blick auf Krankheiten oder eine Rente versichert zu sein. Sie ist sicher eine Ausnahmeerscheinung. In der Regel sollte es anders laufen. Aber ihr Leben zeigt, dass Gott auch über Ausnahmen Großes bewirken kann. Die angeblich dumme Gladys Aylward wurde als Europäerin von einem bekannten chinesischen Schriftsteller – Hsu Soo – zu »einer der bedeutendsten Gestalten der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts« erklärt. Ihre Lebensgeschichte schrieb die 30 Jahre in China wirkende holländische Missionarin M.A. Mijnders-van Woerden auf, die viel mit Gladys Aylward korrespondierte und mit Menschen sprach, die mit Gladys Aylward Kontakt hatten. Es ist ein überaus faszinierendes Buch, das über Gottes Wirken staunen lässt. (Darüber hinaus ist das Leben von Gladys Aylward die Grundlage für den Film »Die Herberge zur 6. Glückseligkeit«, der 1958 mit zwei so berühmten Schauspielern wie Ingrid Bergman und Curd Jürgens in den Hauptrollen Premiere hatte und heute als DVD erhältlich ist. Nicht mit der Realität stimmt in dem Film die in Hollywoodproduktionen offensichtlich notwendige Liebesgeschichte überein: Sie gab es nicht.) (Helmut Matthies)
 
Rezension in »Christsein Heute« (Zeitschrift für Freie Evangelische Gemeinden), 2/2009:
Dieses Buch sollten Sie nur lesen, wenn Sie bereit sind, Ihr geistliches Leben hinterfragen zu lassen.
Es schildert das Leben der jungen Engländerin Gladys Aylward, die entscheidet, ihrem Gott mit Haut und Haar zu dienen. Man erfährt, wie sie Missionarin in China wird und gewinnt Einblick in ihre Arbeit dort. Der Leser wird in lebendiger, packender Art in die Höhen und Tiefen, die wechselnden Lebensumstände und das geschichtliche und politische Umfeld mit hineingezogen.
In besonderer Weise erfährt man, wie ihre Arbeit stark durch ihre Persönlichkeit und ihre Gottesbeziehung geprägt ist. Der Wunsch nach mehr Wissen über ihren Gott führt Gladys zu intensivem Bibelstudium. Es wächst eine enge Beziehung zu Gott, die sie ihren Auftrag furchtlos, ausdauernd und liebevoll erfüllen lässt.
Wenn der Lebensbericht auch die positiven Charakterzüge und Verhaltensweisen betont, so bleiben Schwächen doch nicht unbenannt. Die Frage »Herr, was willst du, das ich tun soll?« bestimmt sie. Nachdem sie Gott eine Antwort abgerungen hat, hält sie an der Aufgabe treu, zielstrebig und unbeirrbar fest. Trotz einer manchmal nicht ganz zeitgemäßen Sprache ist dieses Buch sehr lesenwert. (Helgard Kille)

Rezension in ethos 7/2010:
Der deutschen Übersetzung des Buches »De vrouw met het boek« von M.A. Mijnders-van Woerden liegt die elfte Ausgabe dieses Werkes zugrunde. Das Buch ist eine leicht lesbare Lektüre, dazwischen mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustriert.
Worin liegt das Geheimnis seines Erfolgs? Es beschreibt das Leben einer kleinen Frau, die aber groß war in der Kraft dessen, der sie gesandt hatte. Die Autorin, die selber als Missionarin in China diente, war so beeindruckt von den ersten Berichten über Gladys´ Missionstätigkeit, dass sie sie persönlich kennenlernen wollte. Ein reger Briefwechsel entstand. Durch diese Korrespondenz, durch Begegnungen und Gespräche mit Menschen in China, die mit Gladys zusammengearbeitet hatten, bekam die Autorin authentische und wertvolle Informationen.
Vier Dinge charakterisieren Gladys Aylward als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der chinesischen Geschichte im 20. Jahrhundert: Die Bibel beherrschte ihr gesamtes Denken. Sie war eine große Beterin. »Wer Seelen gewinnen will, muss zuvor um sie geweint haben«, soll einmal jemand gesagt haben. Ja, Gladys hatte ein besonderes Herz für die Verlorenen! Und sie war gehorsam. Was ihr aus Gottes Wort zum Auftrag geworden war, galt als Befehl ihres Königs, einerlei, wie schwierig die Umstände oder wie groß die Risiken waren. Denn sie wusste: Für die Folgen übernahm der Herr die Verantwortung.
Eine lesenswerte Lektüre, die anspornt und ermutigt, dem Herrn Jesus treuer und gehorsamer nachzufolgen. (Daniela Wagner)

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